Cassis und Parmelin wurden für Jugendparlamente verjüngt

Medienmitteilung 22.02.2018

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ besuchte die Bundesräte Ignazio Cassis und Guy Parmelin zu einer persönlichen Übergabe ihres jugendlich "umgestylten" Portraits aus der youpa-Kampagne "Mach die Schweizer Politik jugendlicher". Jugendparlamente bieten Partizipationsstrukturen für Jugendliche und fördern das langfristige politische Engagement. Der DSJ nutzte den Besuch, um die Rahmenbedingungen der politischen Nachwuchsförderung in der Schweiz zu diskutieren.

Herzlicher hätten die Reaktionen der Bundesräte auf ihre „verjüngten“ Portraits für den Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ nicht ausfallen können. Mit Begeisterung meinte Bundesrat Ignazio Cassis: „Das T-Shirt könnte meines gewesen sein, ich war ein totaler Fan von Supertramp!“. Bundesrat Guy Parmelin bekennt erstaunt: „Was mich am meisten beeindruckt sind die Tattoos – ich habe keine!“.

Die „verjüngten“ Portraits sind Teil der youpa-Kampagne „Mach die Schweizer Politik jugendlicher“ mit welcher der DSJ Jugendliche für das Engagement in einem Jugendparlament sensibilisieren möchte. Die Kampagne verdeutlicht humorvoll, wie weit Politik normalerweise von der Jugend entfernt ist. Mit der Kampagne werden die Schweizer Jugendlichen aufgefordert, sich stärker für ihre eigenen Interessen politisch zu engagieren.

Jugendparlamente als bewährte Form der politische Nachwuchsförderung

Jugendparlamente und Jugendräte sind bewährte Strukturen für die politische Partizipation von Jugendlichen und bieten attraktive Einstiegsmöglichkeiten in die Politik. Die aktuell mehr als 70 Jugendparlamente in der Schweiz führen eigene Projekte durch, bringen Anliegen im politischen Prozess ein und sind in Jugendfragen Ansprechpartner für Behörden und Politik. Der Einstieg in die Politik war für Bundesrat Guy Parmelin besonders von der Motivation seines persönlichen Umfelds geprägt: „Ich hatte die Chance, dass meine Familie und mein Lehrer mir die Politik schmackhaft machten.“ Verschiedene Studien zeigen, dass ca. 10 % aller Jugendlichen sich in einem Jugendparlament, einem Jugendrat oder einer ähnlichen Organisation engagieren möchten. Bundesrat Cassis meinte in Bezug auf den Politeinstieg: „Wichtig ist, dass die Jungen lernen, dass es im Konstrukt eines Parlaments darum geht, andere zu verstehen, auch wenn sie eine ganz andere Weltanschauung haben.“ Die demokratische Diskussionskultur ist gemäss DSJ-Geschäftsleiter Maurus Blumenthal ein zentrales Gut der Jugendparlamente und ein Förderziel des DSJ. Blumenthal betonte bei dem Treffen mit den Bundesräten ausserdem: „Damit das direktdemokratische System der Schweiz langfristig funktionieren kann, sind Investitionen in die politische Nachwuchsförderung nötig. So wie es im sportlichen und kulturellen Bereich sehr breit angelegte Fördermassnahmen für Jugendliche gibt, sollte dies auch in der Politik sein.“

Gemeinden sollen in ihren Politnachwuchs investieren

Nachdem fast jeder Kanton ein kantonales Jugendparlament hat, will der DSJ vor allem auf lokaler und regionaler Ebene neue Strukturen schaffen. Das Potenzial und das Bedürfnis für die politische Nachwuchsförderung in den Gemeinden sind vorhanden; Die Gemeinden haben es selber in der Hand, es zu nutzen und darin zu investieren. Und es tut sich was. Und es tut sich was. Ende Januar hat der Gemeinderat Heimberg (BE) nach einer vierjährigen Versuchsphase beispielsweise grünes Licht für die definitive Einführung eines Jugendrats gegeben. Am Freitag, 23. Februar findet im Tessin die Gründungsversammlung des Consiglio Giovani Biaschesi (CGB) statt. Für 2018 sind beispielsweise weitere Gründungen im luzernischen Surental, in Greifensee sowie in der Waadtländer Montreux-Riviera geplant.

Clip zum Besuch

 

Kontakt

  1. Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 79 394 52 86
  2. Patrizia Nideröst, Bereichsleiterin Jugendparlamente, patrizia.nideroest @ dsj.ch, 079 482 13 87

 

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