Neue Geschäftsleiterin beim DSJ

News 29.01.2019

Stefanie Bosshard hat zum Jahreswechsel 2019 die Geschäftsleitung des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ übernommen. Die Bildungswissenschaftlerin war zuvor fünf Jahre als Projektverantwortliche beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in der Bildungspolitik tätig. Bosshard geht die neue Herausforderung als Geschäftsleiterin des DSJ mit Freude und Zuversicht an und betont: «Die direkte Demokratie der Schweiz braucht Jugendliche und junge Erwachsene, welche sie verstehen, an ihr teilhaben und die Werte der demokratischen Diskussionskultur weiterleben. Zusammen mit dem Team und den Mitgliedern des DSJ setze ich mich dafür ein.»

mehr...

Der DSJ ist das Kompetenzzentrum für politische Bildung und politische Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Er unterstützt mit den youpa-Angeboten bestehende Jugendparlamente und Jugendräte in der Schweiz und in Liechtenstein und fördert weitere Neugründungen. Mit seinen Angeboten easyvote und engage.ch lernen die Jugendlichen ihre politischen Rechte und Pflichten kennen und werden dazu befähigt neue, innovative Ideen und Lösungsansätze in die Politik einzubringen. Der DSJ fördert ausserdem den fachlichen Austausch unter den relevanten Akteuren und setzt sich für bessere staatliche Rahmenbedingungen für die politische Mitwirkung von Jugendlichen auf allen föderalen Ebenen ein.

Der Verband konnte in den vergangenen sieben Jahren unter der operativen Führung von Maurus Blumenthal ein enormes Wachstum verzeichnen. Blumenthal meint: «Ich bin stolz, dass ich den DSJ mit einem sehr guten Fundament übergeben durfte. Es ist aber auch ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel und frischen Wind. Stefanie Bosshard bringt neue Kompetenzen, Ideen und ein neues Netzwerk mit. Sie soll den DSJ auf ihre Art prägen, so wie ich dies auch tun durfte.»

Die Geschäftsstelle des Jugendverbands zählt aktuell 50 junge Mitarbeitende (22.6 Vollzeitstellen). Der DSJ ist als Verein organisiert, der von 50 Jugendparlamenten, Jugendräten oder ähnlichen Organisationen getragen wird. Die strategische Leitung bildet ein neunköpfiger Vorstand, bestehend aus aktiven und ehemaligen JugendparlamentarierInnen im Durchschnittsalter von 23 Jahren.

So finden Anliegen Jugendlicher ihren Weg in die Politik

Jupa News 19.12.2018

Beim Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ spannten 2018 die beiden Bereiche youpa und engage.ch für das Jupa-Projekt zusammen und lancierten das Projekt „Mission engage“. Sechs Jugendparlamente habe mit der Unterstützung des DSJ Events unterschiedlicher Art durchgeführt, um Anliegen der Jugendlichen ihrer Region zu sammeln und in Zusammenarbeit mit PolitikerInnen auf Gemeinde- oder Kantonsebene weiterzuverfolgen.

mehr...

Das Jupa-Projekt soll den Jugendparlamenten nebst den gewöhnlichen Unterstützungsangeboten des DSJ die Möglichkeit geben, ein spannendes, erfolgreiches und öffentlichkeitswirksames Projekt durchzuführen.“,erklärt Andreas Zoller, Teamleiter Gründen und Support Jugendparlamente. Bereits zum zweiten Mal führte der DSJ gemeinsam mit Jugendparlamenten (Jupas) ein Jupa-Projekt durch. 2018 begaben sich sechs Jupas auf „Mission engage“. Mit den verschiedenen Partizipationsinstrumenten von engage.ch wurden die Jupas darin unterstützt, die Bedürfnisse aller Jugendlicher ihrer Region abzuholen und die gesammelten Anliegen und Ideen in konkrete Projekte umzuformulieren und weiterzuentwickeln.  

Anliegen aus der Region finden Eingang in die Politik

Mit „Mission engage“ wurden konkrete Anliegen und Ideen von Jugendlichen über die Partizipationsplattform engage.ch gesammelt und daraufhin an einem Anlass in ihrer Region mit PolitikerInnen diskutiert. Daraus sind konkrete Umsetzungsideen entstanden, welche nun von Projektgruppen, bestehend aus Jugendlichen und PolitikerInnen, weiterverfolgt werden und unter anderem als Postulat effektiv ihren Weg in die Politik finden. Am Jupa-Projekt nahmen kleinere, aber auch grössere Jugendparlamente wie Wauwil, Yverdon-les-Bains, Schaffhausen und Nyon teil. Das Jugendparlament Kanton Solothurn etwa hat „Mission engage“ mit ihrer jährlich stattfindenden Jugendsession verbunden und durfte über 80 Teilnehmende zur Ausarbeitung der im Vorfeld eingereichten Anliegen begrüssen. Das Jugendparlament Kanton Zürich wiederum nahm die Anliegen der Jugendlichen an einen Standauftritt an der Züspa auf. Besonders wichtig sei, dass einige Anliegen auch die Chance bekämen, weiterverfolgt und Eingang in die Politik zu finden, meint Zoller. So wird in Nyon das Anliegen weiterverfolgt, den Abstimmungsprozess in Schulen zu behandeln und das Abstimmen und Wählen den SchülerInnen näher zu bringen und die politische Bildung zu fördern. 

Der Stimme der Jugend Gehör verschaffen

Auch im Kanton Schaffhausen wurden einige Anliegen zu lokalen Themen gesammelt. Besonders bemerkenswert sei, dass gewisse PolitikerInnen und die Jugendarbeit sehr interessiert seien, sich für einige Anliegen einzusetzen, meint Ruben Schwarz vom Jugendparlament Kanton Schaffhausen. „Mit der Jugendarbeit streben wir eine engere Zusammenarbeit an, wobei diese uns bereits ihre Unterstützung angeboten hat, insbesondere bei der Nutzung freier Plätze und Räume für Veranstaltungen.“ Wie sich die Anliegen umsetzen liessen, werde sich in den kommenden Monaten zeigen. Äusserst wichtig sei aber, dass die Anliegen der Jugend gehört und etwas für die jungen BürgerInnen gemacht würde, betont Schwarz. „Durch „Mission engage“ konnten wir die Ideen und Bedürfnisse unserer Zielgruppe aufnehmen und können nun gezielt daran arbeiten, die Interessen der Jugendlichen in unserem Kanton zu vertreten. Schliesslich ist den Jugendlichen eine Stimme zu geben einer der wichtigsten Aufgaben eines Jugendparlaments.“


Kontakt: Andreas Zoller, Teamleiter Gründungen und Support Jugendparlamente, andreas.zoller @ dsj.ch                                                            

Europaweite Anerkennung für das innovative Engagement in Glarus

Medienmitteilung 14.11.2018

Die drei Glarner Gemeinden werden für ihr Engagement zur Förderung der politischen Mitwirkung von Jugendlichen geehrt. In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dessen Projekt engage.ch hat der Kanton Glarus seiner jungen Bevölkerung eine Stimme gegeben. Dieses Engagement wurde nun von mehr als 1’050 EuropäerInnen als sehr innovativ angesehen und das Projekt für einen «Innovation in Politics Award» nominiert.

mehr...

Im Rahmen des Projekts engage.ch des DSJ, führten die drei Glarner Gemeinden im Verlaufe dieses Jahres je einen «engage-Prozess» durch, um den Einbezug der jungen Bevölkerung in der Gemeindepolitik zu stärken und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Aus den über 365 von jungen GlarnerInnen online eingereichten Anliegen sind 18 Projekte entstanden, die nun von Jugendlichen und kommunalen PolitikerInnen gemeinsam umgesetzt werden. Der grosse Einsatz des Kantons Glarus für die Förderung der politischen Teilhabe seiner jungen BewohnerInnen sowie auch die innovative Herangehensweise des Projekts engage.ch sind nun für einen «Innovation in Politics Award» in der Kategorie Demokratie nominiert. Das Projekt hat sich gegen 600 weitere durchgesetzt und ist nun eines von 80 nominierten innovativen politischen Projekten aus ganz Europa. Die Verleihung des Awards wird am 17. November 2018 im Wiener Rathaus stattfinden.

Das nominierte Projekt «Engagement for Glarus»

Unter dem Slogan «Fehlt was? Mach was!» wurden alle in Glarus lebenden Jugendlichen zwischen 12–25 Jahren dazu aufgerufen, ihre Gemeinde mitzugestalten. Die drei Gemeinden haben ihre jungen BewohnerInnen über unterschiedliche Wege zur Mitwirkung motiviert. Via Onlineplattform, Schule, Briefpost oder Social Media wurden im ganzen Kanton über 365 Anliegen und Verbesserungsvorschläge für die drei Gemeinden eingereicht. Diese wurden an drei engage-Events diskutiert und daraus insgesamt 18 konkrete Projekte entwickelt. Die Jugendlichen wünschen sich zum Beispiel eine bessere Strassenbeleuchtung am Abend, die Nutzung des Schulhausplatzes für Sportangebote, eine bessere Abfalltrennung im öffentlichen Raum sowie die Nutzungsrechte der Turnhallen für Vereine auch während der Ferien. Letzteres Anliegen wurde bereits umgesetzt. Seit August 2018 können die Turnhallen der Gemeinde Glarus Süd jederzeit, also auch während der schulfreien Zeit, gebucht werden.

Innovation für die politische Nachwuchsförderung

Der DSJ, als Kompetenzzentrum für die politische Partizipation und die politische Bildung der Jugendlichen, setzt bei seinen Angeboten zur politischen Nachwuchsförderung auf innovative Ansätze, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Politik näher zu bringen. Dabei spielt digitale Innovation eine wichtige Rolle. Dadurch können neue Möglichkeiten der Partizipation entstehen, wie dies bei engage.ch der Fall ist. Wichtig dabei ist, dass die digitalen Angebote eine Schnittstelle zur realen Politik haben. Das persönliche Gespräch ist nach wie vor die treibende Kraft, um in der Politik etwas bewirken zu können. Mit Angeboten wie engage.ch oder easyvote möchte der DSJ die Jugendlichen in die politischen Partizipationsprozesse einbinden und sie dort abholen, wo sie sich im Alltag bewegen.


Kontakt

Melanie Eberhard, Projektleiterin engage.ch, melanie.eberhard@dsj.ch

Zu den Innovation in Politics Awards 2018

Die Preisverleihung des „Innovation in Politics Awards 2018“ findet zum zweiten Mal statt. Es handelt sich um einen europaweiten Preis für kreative und mutige politische Arbeit. Der Award wird vom Innovation in Politics Institute verliehen, einer europaweiten Organisation mit Hauptsitz in Wien und weiteren Standorten in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Schweden. Für einen Award sind 80 von über 600 eingereichten Projekten aus ganz Europa nominiert. Acht Projekte werden am 17. November in folgenden acht Kategorien geehrt werde: Zivilisation, Demokratie, Berufe, Wohlstand, Lebensqualität, Menschenrechte, Gemeinschaft und Ökologie.

Engagement for Glarus

Freie und vereinte Jugend an der JPK in Neuenburg

News 28.10.2018

Am Wochenende haben sich rund 180 Jugendliche von 34 Jugendparlamenten aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur 26. Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg getroffen. Im Zentrum standen Austausch, Ausbildung und politische Diskussionen in Form von Speed Debatings. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und in diesem Jahr mit dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto einer «freien und vereinten Jugend».

mehr...

„Das politische Engagement junger Menschen ist äußerst wichtig. Bei der Demokratie geht es um Diskussion und Debatte – man gewinnt nicht immer, was frustrierend sein kann. Als Mitglieder von Jugendparlamenten geben Sie jungen Menschen in der Schweiz eine Stimme - engagieren und verteidigen Sie Ihre Ideen weiter und beharren Sie, wenn Ihre Vorschläge nicht von Anfang an eine Mehrheit erreicht. Nutzen Sie dieses Wochenende zum Austausch, zur Bereicherung und auch - das ist nicht unvereinbar - zum Spaß haben! » – in diesem Sinne eröffnete am Freitag der Neuenburger Ständerat Raphaël Comte die dreitägige Jugendparlamentskonferenz JPK.

Rund 180 politisch engagierte Jugendliche aus drei Sprachregionen der Schweiz und aus Europa trafen sich in Neuenburg zur 26. Ausgabe der JPK. Auf die Teilnehmenden wartete ein breites Angebot an Workshops, Diskussionen und Ausflügen. Nebst der Ausbildung kam auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Der persönliche Austausch über die Parlaments- und Kantonsgrenzen hinweg ist für den Hauptveranstalter Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ ein zentraler Programmpunkt. 

Jugendparlamente vernetzen sich über die Grenzen hinweg

In diesem Jahr durfte der DSJ auch 24 Teilnehmende aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen. Patrizia Nideröst, Bereichsleiterin Jugendparlamente des DSJ, sagt: „Der Austausch mit Jugendlichen aus anderen politischen Gefilden und Sprachregionen ist eine grosse Bereicherung.“ Dies bestätigt auch die 17-jährige Esther. Sie ist aus dem englischen Newcastle in das schweizerische Neuenburg angereist: «Ich habe an der JPK viele Projektideen kennengelernt. Auch das Debattierformat Speed Debating war für mich neu. Der aktive Austausch in einem eher intimen Rahmen und auf Augenhöhe mit PolitikerInnen gefällt mir, die Hemmschwelle zur Diskussion ist kleiner als beispielsweise bei Podiumsdiskussionen».

Networking wird in den insgesamt 76 Jugendparlamenten in der Schweiz und Liechtenstein auch im politischen Alltag grossgeschrieben. So haben sich Anfang September dieJugendparlamente der Kantone Aargau, Bern, Basel-Stadt und Solothurn zum Polittag «Bundeshaus hoch vier» getroffen. Vier National- bzw. StänderätInnen der entsprechenden Kantone begleiteten die JugendparlamentarierInnen durch das Bundeshaus. Der Anlass war umrahmt von verschiedenen Workshops, einem Crashkurs in Lobbyingsowie einer Podiumsdiskussion. Die Jugendparlamente Stadt Chur und Kanton St. Gallen / AI / AR sind in den Vorbereitungen für einen ähnlichen Polittag.

Anfang Oktober haben sich ausserdem Jugendliche aus den kantonalen Jugendparlamenten Fribourg, Schwyz, Bern, Solothurn, Luzern, Zürich, Graubünden und beider Basel mit VertreterInnen von Jungparteien zur ersten Soirée Politique des DSJ getroffen. Der Abend bot Austauschmöglichkeiten über Kantons- und Parteigrenzen hinweg. Im Zentrum stand die Ausarbeitung konkreter Vorgehensweisen zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen. 

Doch die engagierten Jugendlichen schätzen nicht nur denpolitischen Austausch. Bei den jährlich stattfindenden «Jupa-Games» treffen sich JugendparlamentarierInnen jeweils zu einem Wochenende mit Sport, Spass und Party auf dem Programm. Auch an der JPK ist der Samstagabend, nach einem Tag voller produktiver Workshops und hitzigen Diskussionen an den Speed Debatings, für gemeinsames Feiern reserviert.

Jugendparlamente bilden sich weiter

Mit dem Support des DSJ haben sich in diesem Herbst auch neun Jugendparlamente auf „Mission engage“ begeben. Mit dem Angebot unterstützt der DSJ die Jugendparlamente, mit Hilfe einer Kampagne die Anliegen aller Jugendlichen aus ihrer Gemeinde, Region oder ihrem Kanton über die Partizipationsplattform www.engage.ch zu sammeln. Anschliessend besprechen die Jugendlichen an einem Anlass gemeinsam mit lokalen PolitikerInnen ihre Anliegen und entwickeln die Ideen in gemischten Projektgruppen weiter. Wie beispielsweise im Bezirk Nyon, wo ein Raum für künstlerisches Schaffen für die Jugend der 47 Gemeinden entstehen soll.

Wie man solche Projekte erfolgreich umsetzt, lernen die Jugendlichen unter anderem an den Workshops wie Projektleitung, Finanzen, Mitgliederverwaltung oder Marketing, welche an der JPK von erfahrenen DSJ-Mitarbeitenden geleitet werden.An der diesjährigen Konferenz wurde ausserdem die neue Gründungsbroschüre des DSJ präsentiert. Diese soll Jugendliche und Behörden beraten und unterstützten, um nachhaltige Strukturen zur Partizipation von Jugendlichen in der Gemeinde, Region oder dem Kanton in Form eines Jugendparlaments oder Jugendrats zu schaffen. 


Valeria Pagani, Teamleiterin Verbandskommunikation DSJ, 079 745 96 66 (D)

Damien Richard, Co-Präsident DSJ, 076 509 91 33 (F)

Kontakt für Medien

Valeria Pagani

E-Mail