Freie und vereinte Jugend an der JPK in Neuenburg

News 28.10.2018

Am Wochenende haben sich rund 180 Jugendliche von 34 Jugendparlamenten aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur 26. Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg getroffen. Im Zentrum standen Austausch, Ausbildung und politische Diskussionen in Form von Speed Debatings. Die vom Dachverband Schweizer Ju-gendparlamente DSJ und in diesem Jahr mit dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto einer «freien und vereinten Jugend».

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„Das politische Engagement junger Menschen ist äußerst wichtig. Bei der Demokratie geht es um Diskussion und Debatte – man gewinnt nicht immer, was frustrierend sein kann. Als Mitglieder von Jugendparlamenten geben Sie jungen Menschen in der Schweiz eine Stimme - engagieren und verteidigen Sie Ihre Ideen weiter und beharren Sie, wenn Ihre Vorschläge nicht von Anfang an eine Mehrheit erreicht. Nutzen Sie dieses Wochenende zum Austausch, zur Bereicherung und auch - das ist nicht unvereinbar - zum Spaß haben! » – in diesem Sinne eröffnete am Freitag der Neuenburger Ständerat Raphaël Comte die dreitägige Jugendparlamentskonferenz JPK.

Rund 180 politisch engagierte Jugendliche aus drei Sprachregionen der Schweiz und aus Europa trafen sich in Neuenburg zur 26. Ausgabe der JPK. Auf die Teilnehmenden wartete ein breites Angebot an Workshops, Diskussionen und Ausflügen. Nebst der Ausbildung kam auch der gesellschaftliche Teil nicht zu kurz. Der persönliche Austausch über die Parlaments- und Kantonsgrenzen hinweg ist für den Hauptveranstalter Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ ein zentraler Programmpunkt. 

Jugendparlamente vernetzen sich über die Grenzen hinweg

In diesem Jahr durfte der DSJ auch 24 Teilnehmende aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen. Patrizia Nideröst, Bereichsleiterin Jugendparlamente des DSJ, sagt: „Der Austausch mit Jugendlichen aus anderen politischen Gefilden und Sprachregionen ist eine grosse Bereicherung.“ Dies bestätigt auch die 17-jährige Esther. Sie ist aus dem englischen Newcastle in das schweizerische Neuenburg angereist: «Ich habe an der JPK viele Projektideen kennengelernt. Auch das Debattierformat Speed Debating war für mich neu. Der aktive Austausch in einem eher intimen Rahmen und auf Augenhöhe mit PolitikerInnen gefällt mir, die Hemmschwelle zur Diskussion ist kleiner als beispielsweise bei Podiumsdiskussionen».

Networking wird in den insgesamt 76 Jugendparlamenten in der Schweiz und Liechtenstein auch im politischen Alltag grossgeschrieben. So haben sich Anfang September dieJugendparlamente der Kantone Aargau, Bern, Basel-Stadt und Solothurn zum Polittag «Bundeshaus hoch vier» getroffen. Vier National- bzw. StänderätInnen der entsprechenden Kantone begleiteten die JugendparlamentarierInnen durch das Bundeshaus. Der Anlass war umrahmt von verschiedenen Workshops, einem Crashkurs in Lobbyingsowie einer Podiumsdiskussion. Die Jugendparlamente Stadt Chur und Kanton St. Gallen / AI / AR sind in den Vorbereitungen für einen ähnlichen Polittag.

Anfang Oktober haben sich ausserdem Jugendliche aus den kantonalen Jugendparlamenten Fribourg, Schwyz, Bern, Solothurn, Luzern, Zürich, Graubünden und beider Basel mit VertreterInnen von Jungparteien zur ersten Soirée Politique des DSJ getroffen. Der Abend bot Austauschmöglichkeiten über Kantons- und Parteigrenzen hinweg. Im Zentrum stand die Ausarbeitung konkreter Vorgehensweisen zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen. 

Doch die engagierten Jugendlichen schätzen nicht nur denpolitischen Austausch. Bei den jährlich stattfindenden «Jupa-Games» treffen sich JugendparlamentarierInnen jeweils zu einem Wochenende mit Sport, Spass und Party auf dem Programm. Auch an der JPK ist der Samstagabend, nach einem Tag voller produktiver Workshops und hitzigen Diskussionen an den Speed Debatings, für gemeinsames Feiern reserviert.

Jugendparlamente bilden sich weiter

Mit dem Support des DSJ haben sich in diesem Herbst auch neun Jugendparlamente auf „Mission engage“ begeben. Mit dem Angebot unterstützt der DSJ die Jugendparlamente, mit Hilfe einer Kampagne die Anliegen aller Jugendlichen aus ihrer Gemeinde, Region oder ihrem Kanton über die Partizipationsplattform www.engage.ch zu sammeln. Anschliessend besprechen die Jugendlichen an einem Anlass gemeinsam mit lokalen PolitikerInnen ihre Anliegen und entwickeln die Ideen in gemischten Projektgruppen weiter. Wie beispielsweise im Bezirk Nyon, wo ein Raum für künstlerisches Schaffen für die Jugend der 47 Gemeinden entstehen soll.

Wie man solche Projekte erfolgreich umsetzt, lernen die Jugendlichen unter anderem an den Workshops wie Projektleitung, Finanzen, Mitgliederverwaltung oder Marketing, welche an der JPK von erfahrenen DSJ-Mitarbeitenden geleitet werden.An der diesjährigen Konferenz wurde ausserdem die neue Gründungsbroschüre des DSJ präsentiert. Diese soll Jugendliche und Behörden beraten und unterstützten, um nachhaltige Strukturen zur Partizipation von Jugendlichen in der Gemeinde, Region oder dem Kanton in Form eines Jugendparlaments oder Jugendrats zu schaffen. 


Valeria Pagani, Teamleiterin Verbandskommunikation DSJ, 079 745 96 66 (D)

Damien Richard, Co-Präsident DSJ, 076 509 91 33 (F)

Jugendparlamentskonferenz in Neuchâtel vereint Jugend

Jupa News 21.10.2018

Vom 26. bis zum 28. Oktober treffen sich rund 180 Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung steht für eine freie und vereinte Jugend, ganz nach dem Motto „Une jeunesse libre et unie“.

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In Anlehnung an das diesjährige Motto vereint die JPK am letzten Oktoberwochenende politisch engagierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz und Europa. Die Veranstalter der jährlich stattfindenden JPK dürfen dieses Jahr neben den 140 Jugendlichen aus 34 Schweizer Jugendparlamenten (Jupas) auch 24 TeilnehmerInnen aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen.

Offiziell wird die diesjährige JPK durch die beiden Ständerate Didier Berberat (SP) und Raphaël Comte(FDP) eröffnet. Diese werden aber nicht die einzigen namhaften PolitikerInnen sein, denn so bietet die JPK mit den Speed Debatings am Samstag eine Zusammenkunft von lokalen und nationalen Politikern wie FDP-Nationalrätin Isabelle Moret, Parteipräsident der Grünliberalen Kanton Waadt François Pointet oder Nicolas Jutzet, Präsident der Jungfreisinnigen Neuchâtel.

Die JPK bietet ein vielseitiges Programm mit WorkshopsSpeed Debatings zu 13 aktuellen politischen Themen sowie verschiedene Ausflüge in und rund um Neuenburg. 

Zur Medienmitteilung

Jungparteien und Jugendparlamente engagieren sich für Stärkung der politischen Bildung

GPP 06.10.2018

Die Soirée Politique des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ bot heute kantonalen Jugendparlamenten und Jungparteien Gelegenheit zum Austausch über die Stärkung der politischen Bildung. Rund 50 interessierte Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich dafür in Bern. Dabei wurde die konkrete Vorgehensweise zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen besprochen. Alle Anwesenden stimmten überein, dass eine bessere Stellung von politischer Bildung in den Schulen dringend nötig ist. Die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich führt zur Wahrnehmung der politischen Pflichten von BürgerInnen und schliesslich zur langfristigen Erhaltung des politischen Systems der Schweiz.

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Die kantonalen Jungparteien und Jugendparlamente bringen sich mit ihrer politischen Arbeit immer wieder für die Stärkung der politischen Bildung ein. Mit der ersten Soirée Politique des DSJ vom 06. Oktober 2018 fand dafür ein Austauschanlass in Bern statt. Ziel des Anlasses war es, engagierten Jugendlichen, welche sich für eine Stärkung der politischen Bildung einsetzen, eine Austauschmöglichkeit über Kantons- und Parteigrenzen hinweg zu geben. Diese Möglichkeit ergab sich den Teilnehmenden bei Diskussionsrunden während des Abendessens. Verschiedene ReferentInnen aus Forschung und der Praxis gaben zuvor Einblicke in die Entwicklung der politischen Bildung in der Schweiz (Stefanie Marolf, PHZH), in die Praxis eines zweisprachigen Kantons (Carole Angéloz, Kanton FR)und in Meinungsumfragen zum Thema bei der Bevölkerung, insbesondere bei Jugendlichen (Cloé Jans, gfs.bern).

Forschung belegt einen hohen Stellenwert der politischen Bildung

Obwohl die BürgerInnen in der Schweiz durch die direkte Demokratie und das Milizsystem viel politische Verantwortung tragen, werden politisches Wissen und politische Kompetenzen in den Schweizer Schulen vergleichsweise wenig gefördert. Diese Förderung ist allerdings wichtig für die langfristige Erhaltung des politischen Systems der Schweiz. Nur wenige Kantone verfügen dabei über ein Schulfach politische Bildung. Die Förderung der politischen Bildung wird in weiten Kreisen der Gesellschaft als wichtiger Reformbaustein für das Schweizer Politsystem betrachtet. Dies zeigt auch eine Studie des Forschungsinstituts gfs.bern aus dem Jahr 2014. Auch die Jugendlichen selber geben der politischen Bildung einen hohen Stellenwert. Gemäss dem easyvote-Politikmonitor 2017 geben zwei Drittel der SchülerInnen der Sek-II-Ebene an, dass die politische Bildung für sie zentral sei. 

Ermutigende Entscheide aus den Kantonen AG und TI

In der Schweiz liegt die Kompetenz der Bildungspolitik grösstenteils bei den Kantonen; so auch im Bereich der politischen Bildung. Daher muss bei den Kantonen angesetzt werden, wenn die politische Bildung gestärkt werden soll. Die Teilnehmenden der Soirée Politique folgten diesem Ansatz. Während des Abendessens, das die Stiftung StrategieDialog21 offerierte, diskutierten die JungpolitikerInnen und JugendparlamentarierInnen darüber, wie die politische Bildung in ihrem Kanton gestärkt werden könnte. Möglichkeiten dafür sind politische Vorstösse und Volksinitiativen. Dass solche durchaus eine Chance haben, zeigen die Kantone Tessin und Aargau. In diesen wurde die Einführung eines Fachs politische Bildung durch das Volk oder die Regierung kürzlich beschlossen.


Kontakt: Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 (0)79 394 52 86

„Mission engage“ startet am Freitag in Solothurn

Medienmitteilung 05.09.2018

Beim Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ spannen für das Jupa-Projekt 2018 die beiden Bereiche youpa und engage.ch zusammen und lancieren „Mission engage“. Zehn Jugendparlamente organisieren mit der Unterstützung des DSJ Events unterschiedlicher Art, um Anliegen der Jugendlichen ihrer Region zu sammeln und in Zusammenarbeit mit der Politik weiterzuverfolgen.

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Jedes Jahr führt der DSJ ein Jupa-Projekt durch, dass den 50 Mitgliedern des Dachverbands neben dem alltäglichen Support ein weiteres Instrument bietet, sich erfolgreich für die politische Partizipation und politische Bildung von Jugendlichen einzusetzen. 2017 führten zahlreiche Jugendparlamente sogenannte Speed Debatings durch, eine Art Kombination aus Speed Dating und politischen Debatten. Dieses Jahr kommen die Jugendparlamente in den Genuss von „Mission engage“.

Zehn Jugendparlamente begeben sich gemeinsam mit dem DSJ auf die Mission. Dabei werden mit Hilfe einer Kampagne die Anliegen aller Jugendlichen aus ihrer Gemeinde, Region oder ihrem Kanton über einen eigenen Kanal auf engage.ch gesammelt. Anschliessend werden diese an Veranstaltung gemeinsam mit lokalen PolitikerInnen diskutiert und Anliegen ausgearbeitet. 

Nachdem im Frühjahr das Pilotprojekt mit dem Conseil de jeunes du District de Nyon stattgefunden hat, sind weitere Veranstaltungen bekannt:

07. September 2018: Jugendsession, Jugendparlament Kanton Solothurn, Solothurn

05. Oktober 2018: Apéro mit Diskussionsrunde, Jugendparlament Kanton Schaffhausen, Schaffhausen

06. Oktober 2018: Messestand Züspa, Jugendparlament Kanton Zürich, Zürich

07. November 2018: Mission engage-Event, Jugendparlament Wauwil, Wauwil

10. November 2018: Jugendsession, Jugendparlament Kanton St. Gallen und beider Appenzell, Herisau AR

10. November 2018: Mission engage-Event, Conseil des Jeunes d’Yverdon, Yverdon

26. – 28. April 2019: Stand Frühlingsfest, Jugendrat Rapperswil-Jona, Rapperswil

Die Daten der Veranstaltungen des Parlement des Jeunes Genevois und des Conseil des Jeunes Broyards stehen noch nicht fest. Sie werden zu gegebener Zeit auch auf dem Veranstaltungskalender des DSJ publiziert: www.dsj.ch/eventsjugendparlamente.


Kontakt

Andreas Zoller, Teamleiter Gründungen und Support Jugendparlamente

andreas.zoller @ dsj.ch, +41 (0) 31 384 08 03

Ira Differding, Fachmitarbeiterin engage.ch

ira.differding @ dsj.ch, +41 (0) 31 384 08 06

Kontakt für Medien

Valeria Pagani

E-Mail