Jugendparlamentskonferenz in St. Gallen fördert Politnachwuchs

Medienmitteilung 27.10.2019

Am Wochenende haben sich in St. Gallen rund 170 Jugendliche und junge Erwachsene zur 27. Jugendparlamentskonferenz JPK getroffen. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dem Jugendparlament Kanton St. Gallen und beider Appenzell organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto «Nachwuchsförderung im politischen Milizsystem».

«Jugendparlamente sind wertvolle Trainingslager für die jungen Polikterinnen und Politiker von morgen. Dank Jugendparlamenten können Junge früh erfahren, wie Politik nicht nur relevant, sondern auch lustvoll sein kann. Dazu müssen sie sich weder für eine Partei festlegen, noch sich für ein Amt bewerben und verpflichten, noch primär mit „Alten“ abhängen. Sie können einfach unter sich ihre Freude an der Politik erleben», sagte Ständerat Andrea Caroni am Abschlussplenum am Sonntag. Das Motto der diesjährigen JPK war denn auch «Nachwuchsförderung im politischen Milizsystem». Dies in Anlehnung an das «Jahr der Milizarbeit» 2019.

Der DSJ setzt sich seit über 20 Jahren für die Förderung des Politnachwuchses im Schweizer Milizsystem ein. Die JPK als schweizweit grösster Anlass für Jugendparlamente ist ein wichtiges Beispiel dafür: Workshops, Speed Debatings, Diskussionen im Plenum und Networking bereiten die Jugendlichen auf ihre politische Karriere vor.

An der JPK haben rund 170 Jugendliche und junge Erwachsene teilgenommen. Dabei konnten die OrganisatorInnen nicht nur JungparlamentarierInnen aus der ganzen Schweiz willkommen heissen, sondern auch aus Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich und Tschechien haben gut 30 Personen den Weg nach St. Gallen gefunden. Namhafte PolitikerInnen haben ebenfalls an der JPK teilgenommen: Neben dem St. Galler Stadtrat Markus Buschor waren auch die Ständeräte Andrea Caroni, Paul Rechsteiner und Benedikt Würth mit von der Partie.

Weiterbildung und Austausch über Grenzen hinweg

An der JPK wurden in vielerlei Hinsicht Grenzen gesprengt: JugendparlamentarierInnen haben über Landes- und Kantonsgrenzen hinaus Kontakte geknüpft, was für eine spätere politische Karriere sehr wichtig sein kann. Während der Speed Debatings zu 14 aktuellen politischen Themen wurde über Parteigrenzen hinweg diskutiert, was die Kompromissbereitschaft des Politnachwuchses fördert. Zudem baut die Mehrsprachigkeit der JPK Sprachbarrieren ab und stärkt den Zusammenhalt in der Schweiz. So haben beispielsweise elf Jugendliche am Workshop «Grundlagen und Theorie der Politik» teilgenommen, der bilingue durchgeführt wurde.

Weiter haben die Teilnehmenden über den Durchführungsort der JPK 2020 abgestimmt: Sie wird Ende Oktober 2020 in Nyon stattfinden und vom Conseil de jeunes du District de Nyon mitorganisiert.

Nächster Event vom Jupa SG AI AR schon am 2. November

Organisiert wurde die JPK vom Jugendparlament Kanton St. Gallen und beider Appenzell (kurz Jupa SG AI AR) sowie von youpa, dem Bereich des DSJ, der für die Jugendparlamente zuständig ist.

Das Jupa SG AI AR besteht aus über 100 Mitgliedern, die zwischen 14 und 26 Jahre alt sind. «Wir setzen uns für die politische Bildung von Jugendlichen ein und möchten sie motivieren, sich in der Politik einzubringen», sagt Konstantin Hälg, der Präsident des Jupa SG AI AR. Insbesondere die zweimal jährlich stattfindende Jugendsession bietet dafür eine Plattform.

Am 2. November findet bereits die nächste Jugendsession 2019 statt. Nach dem Eintreffen bei Kaffee und Gipfeli und der Eröffnungsrede von Mike Egger (SVP Nationalrat) werden während den Workshops am Morgen aktuelle Themen mit ExpertInnen besprochen und diskutiert und anschliessend Forderungen erarbeitet. Die Themen der Workshops sind:

  • Bienensterben
  • Schweizer Auslandseinsätze
  • Stadtentwicklung
  • Crashkurs über das Schweizerische Politiksystem.

Darauf folgt nach dem Mittagessen das Mittagsinterview mit Paul Rechsteiner (SP Ständerat). Anschliessend stehen Speed Debatings zu diversen aktuellen Themen auf dem Programm, gefolgt von einer Plenumsdiskussion zur Thematik der Grenzen des politischen Engagements. Zu guter Letzt werden noch die am Morgen erarbeiteten Forderungen vorgestellt und darüber abgestimmt, welche Forderungen auf Initiative des Jupa-Vorstandes hin mit Kantonsräten gemeinsam ausgearbeitet und weiterverfolgt werden sollen.

Neben der Jugendsession organisiert das Jupa SG AI AR immer wieder auch Podiumsdiskussionen mit VertreterInnen der regionalen Jung­parteien. Diese Veranstaltungen sind unter dem Motto «Junge aufs Podium!» oder unter der Abkürzung «JAP!» bekannt und finden oftmals vor Abstimmungen zu deren Themen statt.


Weitere Infos


Kontakt

  • Christian Isler (DE), Bereichsleiter youpa
    christian.isler@dsj.ch, +41 79 438 76 57
  • Cirinne Rechsteiner (DE), Medienverantwortliche Jupa SG AI AR
    cirinne.rechsteiner@gmail.com, +41 76 569 87 30
  • Damien Richard (FR), Co-Präsident DSJ
    damien.richard@dsj.ch, +41 76 509 91 33

Kontaktperson

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Leiterin Verbandskommunikation

Tel. +41 31 384 08 02

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