Mitreden für die Zukunft

Hintergrund 

Die Etablierung langfristiger Strukturen und Instrumente für die Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schweizer Gemeinden wurde noch unzureichend erforscht. Entsprechend ist über die nachhaltige und langfristige Auswirkung von Partizipationsprozessen für Jugendliche auf Gemeindeebene bislang nicht viel bekannt. Dabei hat nachhaltige Partizipation für junge Menschen enorme Vorteile: sie vergrössert ihre Ressourcen für demokratisches Handeln und ihre Fähigkeiten, in der zukünftigen Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken. Ausserdem trägt sie zur Aufrechterhaltung und Förderung des Milizsystems bei, welches für das Funktionieren von Gemeinden zentral ist. 

Das Forschungsprojekt «Mitreden für die Zukunft!» gibt Aufschluss darüber, wie kommunale oder auch regionale politische Partizipationsstrukturen und -instrumente für Jugendliche und junge Erwachsene nachhaltig(er) aufgebaut werden können. Dies wurde im Rahmen von engage-Prozessen analysiert. 

Ziele 

Konkret hat sich die Studie mit folgenden fünf Fragen auseinandergesetzt: 

  • Wurden im Anschluss an einen engage-Prozess konkrete Partizipationsstrukturen und -instrumente aufgebaut? 

  • Welche Formen der Partizipationsstrukturen und -instrumenten wurden durch die Gemeinden aufgebaut? 

  • Welche Faktoren haben den Aufbau von Partizipationsstrukturen und -instrumenten begünstigt? 

  • Welche Faktoren haben den Aufbau von Partizipationsstrukturen und -instrumenten erschwert oder verhindert? 

  • Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um in Gemeinden den Aufbau von Partizipationsstrukturen und -instrumenten zu fördern? 

Methode 

Die Forschungsfragen wurden anhand eines Mixed Methods-Designs beantwortet. In einer ersten Phase des Forschungsprozesses wurde eine allgemeine Literaturrecherche vorgenommen, welche zum Ziel hatte, die Erkenntnisse aus Studien zu ähnlichen Fragestellungen zusammenzutragen. Diese Literaturrecherche sowie wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse aus der Arbeit des DSJ bildeten die Grundlage für einen Online-Fragebogen, der sich an ehemalige Projektleitende und Mitglieder der Begleitgruppen der Partnergemeinden richtete und auf der Onlineplattform engage.ch zur Verfügung gestellt wurde. Aufbauend auf den Ergebnissen des Online-Fragebogens wurden Fokusgruppengespräche konzipiert. Ehemalige Projektleitende und Personen, welche an der Umsetzung von Partizipationsstrukturen beteiligt waren, haben in den Fokusgruppengesprächen folgende Punkte genauer beleuchtet: förderliche und hemmende Faktoren beim Aufbau von Partizipationsstrukturen und -instrumenten in der Gemeinde sowie konkrete Handlungsempfehlungen, welche Gemeinden bei der Umsetzung von langfristigen Partizipationsstrukturen unterstützen. 

Aktuell 

Die Erkenntnisse der Studie wurden am Gemeindeforum Kind & Jugend Kanton Solothurn am 16. September 2022 präsentiert. 

Projektpartner

Unterstützt von

Kontaktperson

Sarina Gerber

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